Wir "mäandern"!
oder, was machten die Römer an der Mosel?
17. - 21. Oktober 2011
Ist natürlich quatsch! Wir mäandern nicht, denn ein Mäander ist - wie jeder weiß - die Abfolge von Flußschlingen die sich in Abschnitten mit geringem Sohlgefälle und gleichzeitig transportiertem Geschiebe (Sand, Kies, Steine) bilden. Eine einzelne Flussschlinge im Flusslauf wird selbstverständlich NICHT als Mäander bezeichnet und das Folgen der Flußschlingen schon gar nicht als mäandern! Ich finde es aber witzig das Folgen eines Flußlaufes so zu bezeichnen.
Tag 1
Festung Ehrenbreitstein in Koblenz
Die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz wird unsere erste Anlaufstelle der Reise sein. Von hier aus werden wir, der Mosel folgend, bis Trier die wesentlichen Stationen römischer Hinterlassenschaften ansteuern. Hier, hoch über dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein thront die Festung Ehrenbreitstein in dem sich ein Landesmuseum befindet. Hier werden Römer- und Keltenschätze der umliegenden Gebiete ausgestellt, u.a. die kostbaren Grabbeigaben aus St. Aldegund, Funde vom Martberg und eine kostbare Drachenstandarte vom römischen Heer. Wir werden es uns nicht nehmen lassen hierzu die 2010 eröffnete Seilbahn rauf zur Festung Festung zu nehmen.
Abfahrt: 9:00 Uhr
geplante Ankunft: 11:00 Uhr
Römische Villa in Winningen
Eine Römervilla an der Autobahn: So hat der Hausherr früher den Standort seines Hauses nicht ausgewählt. Heute schert ihn der Verkehr bestimmt nicht mehr. Im Gegenteil: Seine modernen Besucher haben beste Verkehrsinfrastruktur und einen immer freien Parkplatz an der nahen Autobahnraststätte – fußläufig zur Villa. Im Museum in Winnigen sind ein Modell der Anlage und einige Funde ausgestellt, außerdem gibt es eine Schau zum Winninger Ehrenbürger und Audi-Gründer August Horch. Ein Abstecher in das hübsche Moseldorf lohnt sich auf jeden Fall.
Lage: Autobahn A 61, bei Autobahnrasthaus Winningen-Ost
geplante Ankungt 15:45 Uhr
Weiterfahrt: 16:45 Uhr
Beilstein
Was macht man 2 Tage in einer 150 Seelen-Gemeinde, die zudem auch noch Dornröschen der Mosel genannt wird? Ich lass mich mal überraschen. Die Reiseführer sind zumindest überschwänglicher Worte, ob des mitteralterlichen Ortskerns und es scheint in der Tat eine ganze Menge geboten zu werden:
- Der Marktplatz, der schon mehrfach als Filmkulisse diente (allerdings konnte ich nicht ergründen für welche Filme der Marktplatz her halten musste) - und das ist das interessante - ist direkt aus dem Fels geschlagen, so ganz vorstellen kann ich mir das noch nicht und schon gar nicht warum man das damals so gemacht hat - aber ich denke das Rätsel werden wir vor Ort klären können.
- Das Zehnthaus ist natürlich auch zu erwähnen genauso wie
- die Burguine Metternich.
Es gibt also doch Einiges zu sehen und wenn das doch zu wenig ist, bietet die Nähere Umgebung mit Bremm und der Burg Eltz genügend Ausflugspotential.
geplante Ankunft und Check In im Hotel Am Klosterberg gegen 18:00 Uhr
Tag 2
Burg Eltz
Gut, die Burg Eltz hat nicht wirklich was mit den Römern zu tun, aber sehenswert ist es auf alle Fälle.
Abfahrt in Beilstein: Irgendwann nach dem Frühstück (wir sind ja im Urlaub)
Tag 3
Bremm und römisches Steingrab in St. Aldegund
Auf der rechten Moselseite geht es weiter Flußaufwärts bis Senheim, wo wir die dortige Brücke nutzen um auf die andere Moselseite zu gelangen. Hier geht es dann linksseitig über Bremm bis St. Aldegund.
Die Moselschlinge in Bremm hat zwar, wie auch die Burg Eltz, nichts mit den Römern am Hut, hier hat die Mosel aber über Milionen von Jahren eine nahezu perfekte Schlinge in den Boden gezaubert, die wir uns natürlich von geeigneter Position hoch über der Mosel, ansehen werden.
Weiter geht es nach St. Aldegund. Einfach weil es in der Nähe liegt und hier ein Steingrab aus römischer Zeit zu erkunden ist. (Die entsprechenden Grabbeigaben haben wir uns am Montag bereits in Koblenz angesehen.)
Bei allem Einfallsreichtum der Römer, ihre Toten zu bestatten, ist ein Steinkammergrab wie in St. Aldegund doch sehr selten. Aus dicken Steinplatten zusammengesetzt, wurde dort eine Römerin mit reichen Grabbeigaben bestattet, u.a. mit einem edlen blauen Glasschiffchen. Diese Kostbarkeiten sind allerdings nur noch als Abbildung vor Ort zu sehen.
Tag 4
Abfahrt in Beilstein: Irgendwann nach dem Frühstück, spätestens aber gegen 11:00 Uhr
Ankunft in Trier gegen 15:00 Uhr. Checkin im Hotel Becker's.
Neumagen (Stella Noviomagi - Weinschiff)
Neumagen an sich scheint eigentlich gar nicht großartig interessant. Lediglich die dort gefundenen Stella Noviomagi auch Weinschiff genannt, einem Grambam eines römischen Weinhändlers.
Wir werden Neumagen von Trier aus anfahren, sofern uns die Zeit keinen Strich durch die Rechnung macht.
Trier
Neben der Porta Nigra gibt es in Trier noch jede Meng anderer Sehenswürdigkeiten. Viele natürlich auch wieder römisch geprägt, Andere einfach nur interessant. Wir werden durch Trier schlendern und auf unserem Weg einige dieser Sehenswürdigkeiten ansteuern:
- Porta Nigra
- und Altstadt
Tag 5
Der letzte Tag unserer Reise entlang der Mosel, verbringen wir in und um Trier welches in der Mitte einer Talweitung des mittleren Moseltals liegt.
Die Stadt wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands. Trier beruft sich hierbei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager.
Auf der Agenda des heutigen Tages befinden sich
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das Amphietheater
Unter der Arena lag ein Keller, der heute noch erhalten ist. Hier gab es Aufzüge, um die Akteure auftreten zu lassen. Es war deswegen nicht möglich, die Arena mit Wasser zu fluten. Das Amphitheater war Teil der römischen Stadtmauer und liegt unterhalb des Petrisberges. Einer der Gründe, warum das Amphitheater am Petrisberg gebaut wurde, war, dass durch die Hänge des Petrisberges nur eine Hälfte mit Erde für Zuschauertribünen aufgeschüttet werden musste. Es ist nach Norden ausgerichtet und hat einen Nord- und einen Südausgang. Über einen versteckten Aufzug in der Mitte der Arena konnten schnell Tiere oder Darsteller hineingebracht werden. -
die Römerbrücke
Eine erste römische Moselbrücke aus Holz existierte ab 17 v. Chr. Es handelte sich um eine Pfahljochbrücke; die Pfähle konnten 1963 mithilfe dendrochronologischer Untersuchungen datiert werden. Die erste Steinbrücke wurde 45 n. Chr. ein kleines Stück flussabwärts vom heutigen Standort der Römerbrücke errichtet, wie dendrochronologische Untersuchungen gezeigt haben. Teile der Pfeiler kann man angeblich heute noch bei Niedrigwasser sehen.
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die Kaisertherme und Barbaratherme
Die Kaiserthermen in Trier sind die Überreste einer großflächigen römischen Badeanlage, die heute noch als eindrucksvolle Ruine besichtigt werden kann. Die erhaltenen Apsiden zeigen noch die römische Bauweise aus Lagen von hellem Stein und roten Ziegeln (sog. Ziegeldurchschuss), die neben Stabilität auch ästhetischen Zielen diente. Dieser Stil wurde in Trier nicht nur für die Kaiserthermen eingesetzt und unter anderem beim Bau des mittelalterlichen Frankenturms kopiert.
Die Barbarathermen wurden in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhundert n. Chr errichtet. Zu dieser Zeit war die Thermenanlage am Viehmarkt wahrscheinlich zu klein geworden für die wachsende Stadtbevölkerung. Die Thermen hatten zur Entstehungszeit Ausmaße von 172 x 240 m (42.500 m²). Sie überdeckten damit zwei Wohnblöcke sowie eine Straße. Die Wasserversorgung der Thermen erfolgte durch die Ruwerwasserleitung. - Reichsabteikirche St. Maximim (Die Reichsabtei St. Maximin war das größte und einflussreichste der vier früheren Benediktinerklöster in Trier und eines der ältesten Klöster Westeuropas. Erhalten sind von der Bausubstanz noch das Eingangsportal des Klosters und die Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die heute als Sporthalle einer katholischen Privatschule und als Konzertraum genutzt wird. Unter der Kirche ist für Gruppenführungen ein antikes Gräberfeld mit übe 1000 Sarkophagen zugänglich.)