2009: Mit dem Rad durch die Bretagne

Mit Fahrrad Zelt und 3 Kindern auf ins Abenteuer

Und so sieht das dann aus: Gepäck inkl. Zeltausrüstung für 5 Personen

Dieses Jahr ist es wieder so weit. Die Entscheidung ist gefallen. - zwar schon vor einigen Monaten - aber die Extase der Begeisterung musste sich erst einmal legen. Der Grund: Der Urlaub steht fest. Es geht in die Bretagne. Nicht irgendwie mit Auto, Ferienwohnung und Luxus. Nein! Mit dem Fahrrad, Zelt und ohne Reservierung. Ein kleines Abenteuer mit dem wir dem Alltag aus Gameboy, TV, iPod und Kommerz entgegenwirken möchten. Zurück zur Einfachheit.

So werden wir mit Fahrrad, Zelt, Isomatten und Schlafsäcke einem Kocher und Geschirr, sowie Kartenmaterial und Reiseführer uns am 12. Juli auf den Weg Richtung Westen begeben.

Dem ganzen war natürlich einiges an Diskussionen und Überlegungen voraus gegangen. Dass es wieder ein Radurlaub werden wird, war klar – schließlich war ja B. wieder an der Reihe das Urlaubsziel zu bestimmen. Aber wo soll‘s hin? Die erste Überlegung führte uns ins Etschtal. Da war nur das Problem, wie kommen wir wieder zurück an den Ausgangspunkt und interessiert uns die Gegend wirklich oder fahren wir dort nur der Einfachheit halber, auf einem Radweg entlang der Etsch. Die Dordogne war auch im Gespräch. Landschaftlich sehr reizvoll. Jedoch mit sehr viel Höhenmeter und auch hier die Frage: Wie kommt man wieder an den Ausgangspunkt zurück? Einen Radweg wieder zurück zu fahren, dazu hatte keiner Lust. Es musste also eine Rundreise werden. Damit waren allerdings zeitgleich alle an einem Fluss entlang führenden Radrouten aus dem Rennen. Da wir noch nie in Frankreich waren – zumindest nicht für einen längeren Urlaub – hatten wir uns - nachdem wir schon einmal die Dordogne ins Auge gefasst hatten, nicht mehr abbringen lassen. Nach längeren Überlegungen haben wir uns aufgrund ihres landschaftlichen Reizes für die Bretagne entschieden. Das Ziel stand fest!

Etwas Unsicherheit hatten wir noch wegen des Ausbauzustandes des Radwegenetzes. Denn ein solches gibt es quasi nicht. Das Stöbern in Foren hat unsere Bedenken allerdings weitestgehend zerstreut und wir haben uns an die Arbeit gemacht den Urlaub zu planen. Aus der Erfahrung unseres Radurlaubes entlang der Donau in Bezug auf die im Vorfeld gebuchten Unterkünften und der damit verbundenen strikten Einhaltung der geplanten Etappen – haben wir uns für die Bretagne darauf verlassen, ein hervorragendes Netz an Campingplätzen vorzufinden und die Etappen dem jeweiligen Gemütszustand anzupassen.

Das Einzige was fest stand, war der Ausgangspunkt und die grobe Richtung. Von Mont-Saint-Michele soll es der Küste nach Westen gehen. Alles Andere werden wir sehen. Uns treiben lassen. In den Tag hinein leben. Im Jetzt. Ein richtiges Nomadenleben.


Wir waren gespannt...vor allem auf die Reaktionen der Kinder!