Dahner Felsenland

vom 01. bis 03. Oktober 2011


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StepMap Dahn


Das Dahner Felsenland war schon lange überfällig! Als eine - aus unserer Sicht - reizvollsten Ecken der Pfalz, mit einem unglaublichen Erholungswert und dem Umstand, dass es gerade einmal gut eine Stunde zu fahren ist, ist es schon ziemlich unverständlich, nicht schon längst einmal dort gewesen zu sein. Na ja, so ganz richtig ist es nicht, denn vor 36 Jahren war ich schon einmal dort - Klassenfahrt 4. Schuljahr. Also wurde es dringend Zeit, den verblassten Erinnerungen einen frischen Anstrich zu verpassen!

01. Oktober 2011

Wie ich das hasse! Abends nicht ins Bett kommen und dann nicht schlafen können und zu allem Überfluß wieder früh raus müssen. Wobei wer "muss" schon in ein verlängertes Wochenende müssen? Eigentlich ein reines Luxusproblem.

Ursprünglich hatten wir auf einen Plaz direkt in Dahn gewollt. Nachdem die Wettervorhersage allerdings nicht nur Gutes, oder Bestes, sondern allerbestes Wetter vorher gesagt haben, kam bei mir so langsam Zweifel auf, ob wir nicht doch vorher hätten reservieren sollen. Bei einem Anruf am Freitag hat sich heraus gestellt, dass der Platz völlig ausgebucht ist. Also mussten wir umdisponieren. War aber auch nicht sonderlich schwer, ging es eben auf den Campingplatz Neudahner Weiher. Allerdings sollten wir schon morgens da sein. Je früher, desto besser. So, und deshalb mussten wir früh los. Schrecklich diese Luxusprobleme. Apropo Luxusproblem, neben dem Wandern in den Wäldern der Pfalz rund um Dahn, sollte es natürlich ins Style Outlet nach Zweibrücken gehen. Als Mann braucht man das natürlich wie nen Kropf. Frauen ticken da aber völlig anders und nach vielen Jahren des Kampfes habe ich nun klein beigegeben.

Aber zurück...

Da wir aber doch so einiges vor haben an dem Wochenende ging der Wecker schon um 6:00 Uhr! Bis wir endlich aus dem Haus waren, war es aber auch schon 8:00 Uhr mit dem Sprichwort "nur der frühe Vogel fängt den Wurm", wurde es also nichts. Dennoch früh genug. Die Straßen waren absolut frei - ist ja auch klar. Wer ist denn Samstags um 8:00 Uhr schon unterwegs.

Schnell waren wir an Mannheim vorbei, richtung Landau und in der Pfalz. Und kurz vor 10:00 Uhr waren wir am Campingplatz. B. ist aus dem Wohnmobil gesprungen, hat die Anmeldeformalitäten vorgenommen und wir konnten uns einen Platz aussuchen. Direkt am Seeufer - toll! Dort haben wir unsere Campinstühle aufgestellt und sind gleich weiter nach Zweibrücken. Funkeln in die Augen pupertierender Girls zaubern. Persönlich könnte ich die folgenden 6 Stunden aus meinem Leben streichen, aber was tut man nicht alles für seine Mädels. Mehr als 100 Shops mit einer unglaublichen Auswahl locken einen mit Angeboten und Rabatten. Ob das alles so stimmt vermag ich nicht zu sagen. Ist mir eigentlich auch egal. Ich bin mehr oder weniger hinterher getrottet.

Nach den ersten 3 Stunden haben die ersten "Hunger" gerufen und wir haben uns zum Mittagessen ans Wohnmobil begeben. Der Parkplatz war zu diesem Zeitpunkt ersteunlicher Weise noch recht leer und so konnte L. und A.-M. das Skate-/Longboard aus der Garage zerren und die einen oder anderen Schleifen auf dem ebenen Asphalt des Parkplatzes ziehen.

Um 14:00 Uhr ging es dann in die zweite Runde die um 17:00 Uhr endlich beendet war.

Alles was ich dazu zu sagen habe ist: Ich habe es geschafft! Von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr shoppen - boah, was für ein Streß!

Aber auch das geht vorüber und so waren wir gegen 18:00 Uhr wir wieder auf unserem Platz, der friedlich am Weiher lag. In der Zwischenzeit hat sich die Zeltwiese recht gut gefüllt. Es war aber alles noch im absolut erträglichem Rahmen. Gut besucht aber nicht voll, lebhaft aber nicht laut.

Die Vorbereitungen auf den morgigen Tag - eine MTB-Tour stand auf dem Plan - rief einen Platznachbar auf den Plan mir seine Hilfe anzubieten. Prima, dachte ich mir, musst Du morgen nicht alleine durch den Wald radeln.

Bei einer sternenklaren Nacht und einem Glas Rotwein, haben wir den Samstag ausklingen lassen.

In dieser Nacht habe ich von Preisnachlässen geträumt!

2. Oktober 2011

Wenn man mit dem Hobby MTB schon mal in der Pfalz ist, darf man es natürlich nicht versäumen auch eine entsprechende Tour einzuplanen. Das Angebot des Platznachbarn hat sich allerdings zerschlagen und so bin ich mit einer Wanderkarte bewaffnet alleine los gezogen. Die Pfalz ist einfach ein Traumrevier!

Um 11:00 Uhr war ich wieder zurück (3 Stunden sollten reichen), denn wir wollten noch auf die Burg Berwartstein. Diese ist in Privatbesitz und wurde seit vielen Jahren renoviert. Das Beeindruckende an dieser Burg - wie auch an vielnen Anderen in der Pfalz - ist der Umstand, dass große Teile direkt aus dem Fels gehauen sind. Die Burg ist also nicht auf den Berg gemauert, sondern der Berg ist die Burg.

Die Führung, die wir uns nicht haben nehmen lassen, war Klasse! Ich habe selten eine so tolle und lebhafte Führung genossen. Geschichte plastisch und lebhaft und nicht trocken. So macht das sogar den Kindern Spaß. Die Burg Berwartstein kann ich also bedingungslos empfehlen.

Auf dem Rückweg wollten wir noch einmal in das Dahner Felsenbad springen, haben aber leider keinen Parkplatz finden können und sind somit wieder zurück auf unseren Platz, um uns dort im Weiher abzukühlen. L. hat es bis zur Hüfte geschafft. N. etwas weniger, nur ich bin wirklich abgetaucht in die trübe Brühe des Weihers.

Den Rest des Tages haben wir am Wohnmobil gesessen und die Seele baumeln lassen.

3. Oktober 2011

Nachts war es schon mächtig kalt und die Zwangsbelüftung am Kopfende unseres Bettes war schon mächtig unangenehm. Da half nur das Kissen über den Kopf zu ziehen. Zum Glück siehts ja niemand. Erlöst wurde ich 7:30 Uhr durch den überaus pünktlichen Stoffwechsel von N. Mit dem Ruf: "Papa, ich muß mal!" war die Nachtruhe vorbei.

Brrr...ist das kalt! Erst einmal die Heizung anschmeißen, dann etwas überziehen und bei gefühlten Null Grad (in Warheit waren es sieben) zum Sanitärbereich laufen. Der Platz war noch absolut ruhig. Nebel entstieg dem Weiher, die Sonne stieg so langsam über die Baumwipfel und erhellte die ersten Plätze. Nur unseren nicht.

Zurück am Wohnmobil haben wir uns der Vorbereitung des letzten Tages gewidmet, denn wir wollten in den Biosphärenpark inkl. Baumwipfelpfad.

Aber zuvor bestand noch die Aufgabe das Frühstück zu "besorgen". Eigentlich kein Problem, denn wir hatten am Vorabend Brötchen bestellt. Um 8:30 Uhr sollten wir diese abholen können. Nur leider war noch alles verschlossen. Nach etlichem male klopfen und klingeln hat sich ein verschlafener Platzbetreiber an der Tür blicken lassen. Es war ihm sichtlich unangenehm, dass er verschlafen hat. Allerdings sei ihm zugestanden, in seinen Geburtstag hinein gefeiert zu haben. Na ja, da darf man auch mal verschlafen.

Also mit einigen Anlaufschwierigkeiten haben wir um 9:45 endlich unsere Brötchen in Empfang genommen und fürstlich mit Rührei gefrühstückt.

Soweit im Anschluß alles verstaut und fertig zur Abreise gemacht und um 12:00 Uhr aufgebrochen. Nach ca. 40 Minuten Fahrt kamen wir in Fichbach an, haben einen Parkplatz gesucht und den restlichen Nachmittag im Biosphärenpark verbracht.

Die Rückfahrt war verhältnismäßig entspannt. Es hätte schlimmer kommen können, denn bei dem super Wetter an diesem Wochenende waren die Straßen voll mit Ausflüglern.

Zuhause angekommen haben wir das Wohnmobil ausgeladen, gereinigt, Grauwasser entsorgt und wieder auf den Abstellplatz gefahren.

Schön wars! Wir waren sicherlich nicht zum letzten Mal im Dahner Felsenland.