Tag 1:

16. Oktober 2011

Heute war alles etwas anders als sonst. Denn wir sind nicht in aller Frühe los gefahren, sondern haben zunächst in aller Ruhe das Wohnmobil gepackt und kamen erst gegen 9:00 Uhr los. Also alles recht entspannt.

Unser erstes Ziel war nicht die Mosel - die Tour beginnt erst morgen - sondern Mendig und hier kamen wie gegen 14:00 Uhr an. Der Grund für Mendig ist ein ganz einfacher: Es geht dort nämlich in das Vulkan-Museum und das wollten wir uns ansehen. Insbesondere in Erwartung auf den Vulkan-Keller machte das ganze recht spannend.

Nachdem wir also gegen 9:00 Uhr endlich los kamen und über einen kleinen Umweg - durch verwandtschaftliche Verpflichtungen - endlich um 11:00 Uhr Richtung Mendig - fuhren war es auch recht schnell sehr ruhig im Aufbau. Die Mädels schliefen. Nachdem es am gestrigen Abend durch Sendungen wie "Deutschland sucht den Superstar" recht spät wurde. Eine ruhige Fahrt wurde es für B. und mich. Auch mal schön, nicht im 1/2 Stunden-Intervall für den Weltfrieden kämpfen zu müssen und pupertierende Girls zut trennen.

Um 14:00 Uhr kamen wir auf dem WoMo-Stellplatz in Mendig an. Dieser liegt in einer Ortsrandslage unmittelbar am Sportplatz und gerade einmal 100m vom Vulkan-Museum entfernt. Schotterplatz mit Stromversorgung -passt!

Um 14:00 Uhr kamen wir auf dem WoMo-Stellplatz in Mendig an. Dieser liegt in einer Ortsrandslage unmittelbar am Sportplatz und gerade einmal 100m vom Vulkan-Museum entfernt. Schotterplatz mit Stromversorgung -passt!

Wenn man nach Mendig rein fährt fällt einem eines sofort auf: Alles ist schwarz! Die historischen Häuser im Ortskern von Mendig sind allesamt aus Basalt gebaut. Wie kann es auch anders sein - so haben sie hier 400 Jahre genau diesen Stein abgebaut. Zwar nicht originär zum Hausbau - aber der eine oder andere Brocken scheint hierzu doch abgefallen zu sein. In erster Linie wurden die Steine zu Mühlsteinen verarbeitet.

Stock dunkel wars im Lava-Keller

Um 15:00 Uhr begann die letzte Führung für den Vulkan-Keller, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Hier wurde recht spannend geschildert wie sich im Laufe der vergangenen 400 Jahren, die Mendiger durch den Basalt - bestehend aus erkaltetem Lavastrom - gegraben haben. Ganz Mendig ist untergraben! Spaßig waren die Helme, die aus Gründen der Sicherheit aufgesetzt werden mussten, bevor wir über 145 Stufen abstiegen. Die Geschichte dieses Vulkan- oder Lava-Kellers ist schon recht spannend. Diente er zunächst dem Abbau von Basalt zur Herstellung von Mühlsteinen und später der Lagerung und dem Brauen von Bier bis hin zum Luftschutzbunker im 2. Weltkrieg uns späteren Müllentsorgung. Die Führung dauerte 1,5 Stunden - das war o.k. länger wäre etwas langweilig geworden.

Im Anschluß ging es noch einmal ins Vulkan-Museum mit zahlreichen spannend gestaltete Informationsfelder.

Da Mending einst die Hochburg deutscher Braukunst war dar es natürlich nicht fehlen zum Ausklang des Tages, eine Helles im noch geöffneten Biergarten der Vulkanbrauerei zu trinken. Lecker wars und so folgte uns ein 6-Pack auf dem Weg zurück ins Wohnmobil.

Der Lava-Keller ist aus meiner Sicht ein absolutes Muß! Wo sonst kann man einmal da stehen wo einmal flüssige Lava entlang geflossen ist. Außerdem ist schon alleine die Größe dieser Höle beeindruckend. Ganz Bendig ist "unterkellert".
Faszinierend ist gar die Deck der Höle, die aus Basalt-Steinen besteht und alleine durch den vertikalen wie horrizontalen Druck gehalten wird. Quali eine natürliche freitragende Konstruktion. Um dieser zusätzlichen Halt zu geben hatte man früher Säulen stehen lassen und an kritischen Segmenten Holzkeile in die Risse getrieben, die durch das Sickerwasser aufquollen und die losen Steine erneut verkeilten.
Der Lava-Keller, ein muß!