Tag 2:

17. Oktober 2011

Man war das kalt heute Nacht! Gegen 4:00 Uhr bin ich aufgestanden und habe die Heizung angeschmissen (die Wintercamper sind schon harte Hunde. Unsereins macht im frühen Herbst schon schlapp). Direkt unter der Zwangsentlüftung war es ohne Heizung nicht auszuhalten.

Um 7:30 Uhr war die Nach vorbei - zum Glück könnte man meinen, wobei dank Alde-Heizung der Rest der Nacht wirklich angenehm war. Aufstehen anziehen und eine Katzenwäsche um dann auf leisen Solen aus dem Wohnmobil stehlen. Die Mädels sollen noch ein Weilchen schlafen während ich mich durch das noch schläfrige Mendig bewege. Hier scheint die Zeit stehen geblieben. Auf der Suche nach einem Bäcker bekam ich bei dem einen oder anderen Blick in die Auslagen der ortsansässigen Haushaltswarenläden regelrechte Erinnerungs-flash-backs. Herrlich! Was es hier gibt, habe ich in der Art entweder schon seit Jahren nicht mehr gesehen - oder noch nie in einer Auslage vorgefunden. 20 m Hanf-Strick in einem 5cm-Durchmesser zu 50€ oder alleine die Elektrik in dem Laden war der Hammer. Verteilerdosen hingen an den Decken und bringen den Strom vom einen Eck des Ladens ins Andere. Ich liebe diesen Laden. Schade war nur, dass er erst um 9:00 Uhr öffnete. So lange habe ich natürlich keine Zeit. Habe ja 5 hungrige Mäuler zu stopfen.

Genauso erstaunt wir über die ortsansässigen Geschäfte, war ich über den Bäcker, der die wohl kleinsten Brötchen in seiner Auslage hatte, die ich jemals bei einem Bäcker gekauft habe. In Zeiten des Mittelalters hätte er ein echtes Problem. Die Mädels hats gefreut, so konnten sie doch 2-3 Brötchen anstelle nur eines einzigen essen.

Um 10:00 Uhr gaben wir uns wieder auf den Weg Richtung Koblenz gemacht. Kurz noch an der Entsorgungsstation vorbei gefahren und das Dringenste erledigt. In Koblenz angekommen ging die Suche nach einem Parkplatz los. Eine Katastrophe. Oh Man! Nach gut 1 Stunde habe ich aufgegeben und bin auf einem Campingplatz gegenüber des Deutschen Ecks gefahren. Glück im Unglück habe ich als ich auf den Weg dort hin doch noch einen Parkplatz gefunden habe.

Auf Schusters Rappen ging es dann zurück zur Mündung der Mosel in den Rhein. Zum Deutschen Eck.

Im Anschluß wieder zurück zum Wohnmobil und auf den Weg nach Beilstein gemacht. In der Höhe von Cochem haben wir es uns nicht nehmen lassen auf einem Wanderparkplatz anzuhalten und eine kurze Rast einzulegen. Etwas essen, die Gegend genießen und die Ruhe kommen lassen. Raus aus Koblenz ist das wirklich schon Erholung.

In Beilstein angekommen bestand der wohl spannenste Moment in der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Während die Mosel von der Mündung bis zur Quelle - oder zumindest bis nach Trier (weiter waren wir ja nicht) - von Wohnmobilstellplätzen geradezu wimmelt, so gibt es in Beilstein nichts dergleichen. Wobei das eigentlich nicht ganz stimmt. Denn gegenüber von Beilstein und mittels Fähre erreichbar ein schöner Campingplatz auf uns wartet, scheitert dies daran, dass die letzte Fähre um 18:00 Uhr fährt. Also bleibt uns nichts anders übrig. Wir werden das erste Mal frei stehen.

Von Cochem kommend findet man am Ortseingang von Beilstein auf der linken Seite und unmittelbar am Fuße der Weinberge einen Parkplatz, der auch Plätze für zwei Busse bietet. Das war uns dann doch etwas unverschämt und so fuhren wir einem Wegweiser nach, der uns zu weiteren Busparkplätzen führte. Etwas außerhalb von Beilstein, am Waldrand und absolut einsam. Etwas zu einsam für unseren Geschmack. Also wieder runter nach Beilstein und auf den Seitenstreifen gequetscht. Für eine Nacht sollte es ausreichend sein.

Den Abend haben wir in einem gemütlichen Restaurant („Alte Stadtmauer“) verbracht.