Tag 3:

18. Oktober 2011

Laut wars die Nacht! Denn wir standen ja direkt an der B-irgendwas direkt an der Mosel. Der Verkehr wurde zwar ab 22:00 Uhr deutlich weniger, setzte aber ab 6:00 Uhr auch wieder ein. Ich würde sagen wollen, es war bei weitem nicht das lauschigste Plätzchen, aber auch nicht das schlechteste - wie sich später noch heraus stellen sollte.


Beilstein - das Dornröschen der Mosel - wird von zwei Dingen dominiert. Zum einen das Kloster, in dem sich ein tolles Kaffee, mit einem grandiosen Ausblick auf die Mosel befindet - und der Ruine Metternich, hoch oberhalb von Beilstein. Beides ist natürlich ein Muss.

Erstaunlich fand ich die "schwarze Madonna" die sich in der Klosterkirche befindet, und die ehemals von spanischen Besatzer in Beilstein zurückgelassen wurde. Eine ganz schön bewegte Vergangenheit.

Ansonsten begeistert das malerische Beilstein durch seine Lage. In einem kleinen Talkessel hat Beilstein keinen Platz. Die Häuser stehen eng beisammen, hier galt es keinen qm unnötig zu vergeuden. Beschaulich ist auch der kleine Platz mit dem Zehnthaus.

Gegen 10:00 Uhr haben wir uns auf den kurzen Weg zur Burg Metternich gemacht. Der Aufstieg dauert ca. 10 Minuten. Da die Burg heute noch in Privatbesitz kommt man um einen kleinen Eintrittspreis nicht umhin. Es lohnt aber - schon alleine wegen dem Ausblick auf das beschauliche Beilstein. Der Blick auf die Mosel ist hier nur zweitrangig. Da gibt es sicherlich reisvollerer Stellen - z. B. Bremm.

Auch wenn es sich um eine Ruine handelt, so ist sie doch nett hergerichtet. Die Wege sind gepflegt. Hier und da erstrahlt noch das eine oder andere Blumenbeet und überhaupt merkt man, dass man hier an der Ruine hängt.

Nach gut einer Stunde ist aber auch wirklich alles gesehen und wir schlenderten in aller Ruhe zur Bootsanlegestelle um mit dem Schiff nach Cochem zu fahren. Eine Stunde dauert die Fahrt auf einem typischen Ausflugsschiff auf dem die Zeit vor ca. 40 Jahren stehen geblieben ist. Aber immerhin es wird genutzt.

Von weitem sehen wir bereits die Reichsburg hoch über der Stadt. Angekommen schlendern wir kurz durch Cochem - einer typischen deutschen Touristenstädtchen (wenig attraktiv) - und nehmen Kurs auf die Reichsburg, die nach ca. 40 Minuten erreicht ist. Die Besichtigung der Burganlage erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Führung, die sich allerdings durchaus lohnt. Denn die Burg ist absolut beeindruckend. Heute befindet sie sich wieder im Besitz der Stadt Cochem und wird gepflegt. Die Mädels fanden es beeindruckend und haben sich an Harry Potter erinnert. Sehr begeistert waren sie gar vom Geheimgang, der im Belagerungsfalle die Versorgung der Burg sicherstellen sollte.

Um 17:00 Uhr gings wieder auf das Schiff und so kamen wir gegen 18:00 Uhr wieder in Beilstein an.

Um eine etwas ruhigere Nacht zu haben wir uns dieses Mal doch auf den Busparkplatz oberhalb von Beilstein gestellt. Hier war es zwar nicht wesentlich ruhiger, aber einsamer! Dennoch lieber hier als an der Bundesstrasse.