ETAPPE 3: MAYRHOFEN - BRIXEN

Wegbeschaffenheit km %
Länge 94,02 km Asphalt 13 14
Höhenmeter auf 2154 m Radweg asphaltiert 38 40
Höhenmeter ab -2235 m Schotter 36 38
Tiefster Punkt 559 m Wald-/Wanderweg 2 2
Höchster Punkt 2232 m Pfad 6 6
Tragen/Schieben 0 0

Bericht von B.

Heute Morgen erst mal nur Regen....gegen 9.30 Uhr fuhr ich los. Über 100km sind heute zu fahren. Viele von der Transalp fahren jetzt in Kolonne hinter her. Das ändert sich auf der Autobahn. Mit meinem "riesen Truck" komme ich kaum hinterher. Die schlechten Wetterbedingungen tragen noch zusätzlich dazu bei. Ein Stau darf da auch nicht fehlen; verursacht durch einen Verkehrsunfall mit 4 Autos. Kostet mich ca. eine 3/4 Stunde. In Vahrn (bei Brixen) stehe ich auch erst mal im Stau, aber zum Glück es regnet nicht mehr. Im Löwenhhof (Hotel und Campingplatz) bekomme ich einen Platz und siehe da, schon einige bekannte Gesichter sind ebenfalls schon angekommen. Über die ganzen Etappen sieht man immer wieder die gleichen Womo-Fahrer.Manche mit denen ich ins Gespräch komme, staunen das ich mit so einen riesen Gefährt das erste Mal fahre.

Gegen 15 Uhr kommen meine "Jungs"; den Zieleinlauf in Brixen hatte ich verpasst!!! Jetzt wieder 5 Minuten von Brixen nach Vahrn mit dem Fahrrad.Die Räder werden in Schuß gebracht; die Fahrer duschen (leider kalt); Essen machen und dann noch etwas "chillen".

Bericht von A.

Etappe 3: Strecke + Höhenprofil

Heute war aktive Regeneration angesagt! Ne, ist natürlich Quatsch. Auf den Gedanken kommt man allerdings, wenn man sich das Höhenprofil ansieht. Ein Pass! Nicht mehr und nicht weniger. 30km und 1.600 hm hoch. Sonst nichts. Na ja, noch ein paar kleinere Wellen schaukeln das ganze dann auf 94km und 2.100hm, aber das geht ja. So denke ich mir zumindest als ich mich abends ins Bett lege.

In der Nacht bin ich allerdings einige male durch Regen wach geworden. Regen, ja Regen in der Tat richtiger Regen. Etwas, was ich gar nicht mag. Immer mal wieder ein Schauer, der jedesmal so lange und heftig war, dass ich wach geworden bin. "Lass es nur regnen, dann ist zum Start alles unten was runter kann." - habe ich mir gedacht. Allerdings hat es am Morgen immer noch geregnet und dieses mal war es auch kein Schauer, sondern anhaltend. Oh Mann wie ich das mag im Regen im Startblock zu stehen. Hilft aber nichts, da müsen wir jetzt durch.

Das einzige, das mich motiviert ist der ewig lange Anstieg (rund 30km) und die Hoffnung, dabei - trotz Regen - nicht zu frieren. Da wurde aber nichts daraus.

Boa, war das Ding lang. Es war das Längste das wir an Anstieg jemals gefahren sind. Von Mayrhofen aus ist das Pitscherjoch eben verflucht weit oben...

Nahezu geschlossen ging es die ersten 10-15 km, bis sich das Feld langsam auseinander gezogen hat. Bis zur ersten Verpflegungsstelle war alles noch recht easy. Gut, Anstieg ist Anstieg, aber es war ein Hoher Asphalt-Anteil und die Steigung war moderat. Dies änderte sich allerdings nach der ersten Verpflegungsstelle. Schmal, verblockt, steil, in großen Teilen gar nicht fahrbar und zu allem Übel wurde aus dem Regen Graupel und später Schnee! Knapp über Null Grad, so hat uns das Pfitscherjoch und damit Italien begrüßt.

Die folgenden 60 km waren wenig spektakulär. Gut, der erste Teil - und damit die Abfahrt - war saumäßig kalt. Immer mal wieder wurde die doch recht fade Fahrt durch einen nett gemeinten Schauer versüßt und je weiter wir uns Brixen näherten desto wärmer wurde es. Zeit die Regenjacke auszuziehen und uns auf den letzten km noch einmal ordentlich den Pelz zu verbrennen.

Das nennt man dann aktive Regeneration. Gut so, denn vor Morgen habe ich mächtig Respekt...