Los Angeles ohne Auto erkunden

20. Januar 2019

von Anna

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Viele, die Los Angeles als Touristen besucht haben, würden wahrscheinlich sagen, dass man ohne Auto in der Stadt nicht zurecht kommt. Auch viele Bewohner würden dies bestätigen. Aber mit Geduld und ein wenig Planung ist es definitiv möglich Los Angeles ohne Auto zu erkunden.

Venice Beach

Als ich vier Monate in Los Angeles gewohnt habe, hatte ich auch kein Auto. Wenn ich also nicht mit Freunden oder Kollegen unterwegs war, habe ich auf die öffentlichen Transportmittel zurückgegriffen und das war keineswegs schlecht. Denn ich habe viele schöne Erlebnisse beim Bus fahren gehabt.

Du bist am überlegen, ob du ein Auto benötigst, um LA zu erkunden? Dann lass dir bei der Entscheidung ein wenig helfen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel von Los Angeles

Metro Bus System

Das Metro Bus System habe ich während meines Auslandspraktikums in Los Angeles am häufigsten verwendet. Meine Straße hat direkt vom Wilshire Boulevard abgezweigt, der Downtown mit Santa Monica verbindet. Hier fährt sowohl eine Linie der Metro local (orange Linie), als auch eine der Metro Rapid (rote Linie). Die rote Linie hält nicht so oft wie die orange Linie, deswegen wirst du etwas flotter unterwegs sein.

Nimmst du die Linie 720 der Metro Rapid von Downtown nach Santa Monica, oder andersherum, dann kannst du folgende Sight Seeing Spots erkunden: MacArthur Park, Maurice and Paul Marciano Art Foundation, LACMA, The La Brea Tar Pits and Museum, Urban Lights, Berlin Wall Segments, Petersen Automotive Museum, Rodeo Drive, Rodeo Drive Steps und das „Hotel Beverly Wilshire“ (aus Pretty Woman), Kunstmuseum „Art Muse Los Angeles“.

Santa Monica Pier Strandansicht

Santa Monica Pier

Pacific Park

Am Ende des Wilshire Boulevards landest du an der Ocean Avenue und es sind nur noch ein paar Blocks zum Santa Monica Pier und zum Santa Monica State Beach. Möchtest du auf der 3rd Street shoppen gehen, steigst du Ecke Wilshire/6th aus.

Als mein Mann und ich während unseres Roadtrips 2018 ein paar Tage in LA verbrachten, hatten wir kein Auto. Da unser Airbnb in Santa Monica war, nutzen wir oft den Big Blue Bus (BBB). Dieser verkehrt zwischen Ost und West LA. So pendelst du besonders gut zwischen Santa Monica, Venice und Marina del Rey.

Metro Rail System

Los Angeles hat auch U-Bahn-Linien. Das wundert dich? Okay, das verstehe ich, denn das Netz ist mit keiner anderen Stadt zu vergleichen. Aber es gibt eines und es hilft dir dich zwischen Downtown, Beverly Hills/Korea Town und Hollywood zu bewegen. Auch Verbindungen bis Santa Monica und Long Beach sind mittlerweile vorhanden.

Dadurch kannst du weiter südlich das Long Beach Aquarium und die Queen Mary 1 besichtigen. Im Norden, in Downtown LA, kannst du dir die Union Station, El Pueblo de Los Angeles, den Old Plaza oder Chinatown anschauen.

Old Plaza

Dreharbeiten am Old Plaza

Das älteste Haus von Los Angeles

Das älteste Haus von Los Angeles

Antonio Aguilar

Der Gründer von Los Angeles

Union Station

Union Station

Union Station

Am besten besorgst du dir an einer U-Bahn Station die „TAP Card“ und lädst sie mit Geld auf oder holst dir einen Tagespass.

Kostenpunkt einzelne Fahrt: $ 1.75
Kostenpunkt Tagesfahrt: $ 7.00

Du kannst die TAP-Card auch für die Busse nutzen. Aber Achtung, die Buslinien können verschiedene Kosten haben. Vielleicht musst du also ein bisschen dazu bezahlen. Eine Fahrt mit dem Big Blue Bus ist zum Beispiel teurer.

Mit Uber oder Lift durch Los Angeles

2012, dem Jahr, in dem ich vier Monate in Los Angeles verbracht habe, gab es Uber und Lift noch nicht. Aber die Tage vor unserem Roadtrip durch Kalifornien, Nevada und Arizona 2018, haben mein Mann und ich Uber sehr häufig benutzt. Wir haben oftmals nur $5 bezahlt. Von Santa Monica nach Downtown sollte die Fahrt nicht mehr als $30 kosten. Von Glendale/Silverlake nach Santa Monica haben wir nämlich etwa $ 25 bezahlt.

Wir haben allerdings die Feststellung gemacht, dass die Locals eher Lift benutzen, scheinbar bekommen die Fahrer hierüber mehr Geld. Uber-Fahrer haben uns berichtet, dass sie vom Dienst allein nicht leben können und Uber meistens als Zusatzjob nutzen. Eine Fahrerin hat uns erzählt, dass sie eigentlich nur Touristen als Kunden hat und die werden ab September bekanntlich weniger. Hoffentlich ist sie zu Lift gewechselt.

Durch die beiden Dienste kommst du auf jeden Fall zu Sight Seeing Spots, wo die Parkgebühren unendlich teuer sind und wo es schlechtere Verbindungen gibt. Wenn es mit dem Bus zu kompliziert wird, kannst du dank Uber oder Lift den Walk of Fame, Sunset Strip, Runyon Canyon oder das Griffith Observatory erreichen.

Mit dem Fahrrad von Santa Monica über Venice Beach bis nach Marina del Rey

Nicht nur touristisch wird der Ocean Front Walk zum Fahrrad fahren genutzt, auch Locals fahren hier mit City Scootern, Skates, Boards oder dem Fahrrad. Mittlerweile kann man bis Marina del Rey cruisen und mit Unterbrechung sogar noch weiter. In Venice wirst du ein paar hundert Meter auf der Pacific Avenue fahren müssen, um nach Marina del Rey zu gelangen. Die Straße ist aber breit und die Autofahrer daran gewöhnt, dass Fahrradfahrer sich mit ihnen die Straße teilen. Das habe ich aber erst auf dem Rückweg von Marina del Rey gemerkt, nachdem mir eine Freundin bestätigt hat, dass es sicher ist.

 

In Venice Beach gibt es viele Möglichkeiten das Bike abzuschließen, den Skatern zuzusehen, etwas zu essen oder sich treiben zu lassen. Vom Strand aus gesehen, folgst du einfach dem „Washington Boulevard“ ein paar hundert Meter weg vom Strand. Dann erreichst du den Grand Canal und biegst links ab. So findest du zu den wunderschönen Venice Canals mit weißen Brücken. Obwohl du nicht weit weg vom Venice Beach Treiben bist, findest du hier eine Menge Ruhe und hippes Garten Interior.

Venice Canals Häuserreihe

Venice Canals Bücherregal Venice Canals Garden Interior Buddha Venice Canals Flamingoboot

Auch in den Hollywood Hills, wo die Straßen kleiner, die Fahrgeschwindigkeit geringer und die Häuserreihen lichter werden, dürfte es sich sehr schön Fahrrad fahren lassen. Allerdings wirst du hier definitiv ein Mountainbike brauchen.

Los Angeles zu Fuß erkunden

Den Ocean Walk kannst du auch gut zu Fuß entlang gehen. In etwa 20 bis 30 Minuten erreichst du vom Santa Monica Pier aus Venice Beach. Zu Fuß und durch den Sand kannst du auch weiter zum Yachthafen Marina del Rey spazieren.

Wandern kannst du in der Stadt der Engel sogar auch. Er wird zwar nicht als solcher anerkannt, aber eigentlich ist der Griffith Park der größte Stadtpark der USA. Hier kannst du Touren zu Fuß oder sogar zu Pferd unternehmen. Vom Griffith Observatory gibt es eine Wandermöglichkeit bis oberhalb des Hollywood-Schriftzugs. Ein etwas kürzerer Wanderweg mit schönen Fotostopps startet vom „Beachwood Drive“.

Los Angeles hat noch diverse weitere Parks. Wenn du beispielsweise gerade in Downtown unterwegs bist und die City Hall besucht hast, kannst du direkt durch den Grand Park spazieren. Insgesamt hat dieser drei Ebenen und durch die vielen Bäume kannst du dich im Schatten ein wenig von der Sonne ausruhen. Denn gerade in Downtown LA ist es besonders heiß.


Welche Erfahrung hast du in Los Angeles gemacht? Kannst du dir vorstellen, die Stadt der Engel auch ohne Auto zu erkunden?

Weiterführende und hilfreiche Links für deinen LA-Trip:

„Ohne Auto durch Los Angeles“ von Discover LA

„Hollywood Sign Hike“ von Smiles from abroad

„Die wichtigsten Los Angeles Sehenswürdigkeiten in 24 h – ohne Auto“ von Urban Meanderer

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2Kommentare

2 Kommentare

  1. Niklas

    Hi Anna,

    dank dir für das Verlinken meines Artikels! Ist mir jetzt erst aufgefallen 😀

    Es ist interessant zu hören, dass ich nicht alleine auf der Welt bin, wenn es darum geht, L.A. ohne Auto zu erkunden. Sobald es mich wieder in die Stadt verschlägt, werde ich mir deine detaillierten Tipps hier im Blog genauer anschauen.

    Liebe Grüße

    Niklas

    Antworten
    • Anna

      Hi Niklas,
      ich hätte mich ja auch mal melden können! 🙂

      Man muss ein wenig planen und sich das System genauer anschauen, aber es geht ganz gut ohne Auto. Ich liebe die Stadt und sie ist ein bisschen wie „zu Hause“, seitdem ich dort einige Zeit gelebt habe. Du warst schon öfter in der Stadt der Engel?

      Liebe Grüße
      Anna

      Antworten

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