Der letzte Schultag es ist morgens 6:00 Uhr. Ich habe meinen ersten Tag Urlaub. Das Wohnmobil haben wir gestern Abend bereits aus dem Winterquartier geholt und geputzt. Das einzige was noch läuft, ist die Tankreinigung. Wenn man keinen direkten Stellplatz vor der Haustür hat, ist es immer eine logistische Herausforderung die Wasserversorgung im Wohnmobil zu reinigen. Nicht weil es permantent Arbeit macht, sondern weil es nach jedem Mittelchen seine Wirkzeit braucht. Und dann das Ablassen...ich frage mich dabei immer wo die Leute das Abwasser denn nun ablassen? Nun ich fahre jedesmal in den Nachbarort auf den Stellplatz und lasse, wie es sich gehört das Wasser ab. Aber nun zurück...Die Brühe habe ich am Vorabend also „angesetzt“ und lasse sie als erstes über die Wasserhähne in Bad, Küche und Dusche ab und entsorge die Brühe auf dem bereits erwähnten Stellplatz im Nachbarort. Inzwischen ist es 9:30 Uhr und wir beginnen die letzten Reste einzuräumen und in der Zwischenzeit wird der Frischwassertank gespült...
Nachdem Lebensmittel und Klamotten soweit verstaut und die im Winter neu beschafften und unbedingt benötigten Campingartikel eingeräumt sind (Boombox, neuer TV, Salatschüssel und Teller etc.) warten wir nun darauf, dass N. aus der Schule kommt.
Pünktlich um 12:00 geht es nun endlich los, zunächst Richtung Baumarkt, die Gasflaschen tauschen, weiter zur Waschanlage um dann um 13:00, völlig abgekämpft vor der Schule zu stehen, um die beiden Großen einzusammeln.
Das Waschen des Wohnmobils war ein absolutes muss, da wir nach unserer Englandreise im vergangenen Herbst das Fahrzeug keiner Außenreinigung unterziehen konnten, da wir vom Schnee überrascht wurden und das gute Stück möglichst schnell und sicher ins Winterquartier verfrachten wollten. Es klebte noch jede Menge britischer Matsch am ganzen Fahrzeug. So kann man ja nicht in Urlaub fahren!
Die „Großen“ wurden eingesammelt und wir rollten um 13:30 gemächlich auf die Autobahn Richtung Süden. Über Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, München ging die erste Etappe nach Bad Aibling. Das Fußgelenk auf reisetaugliche 100km/h eingestellt und prompt in den ersten Stau geraten. Gut, kommt davon, wenn man an einem Freitagnachmittag fährt, an dem es auch noch Ferien gibt. Der Stau um Ulm löst sich aber recht schnell auf und wir kommen am frühen Abend auf dem Stellplatz in Bad Aibling an.
Ein recht vernünftig angelegter Platz mit V&E und Strom, auf dem man für 7€ die Nacht steht. Das schöne ist dass man zur Therme nur ca. 80-100m zu laufen hat und diese bis 23:00 Uhr sowohl das Bad wie auch die Saunalandschaft geöffnet hat.
Es gibt hier eine Menge unterschiedlicher Becken, mit Strömung und ohne, mit Springbrunnen und Massagedüsen, mit Entspannungsmusik oder auch ein Tauchbecken. Es ist für jeden etwas dabei und die Zeit bis 23:00 Uhr ging schnell vorüber. Wir haben also den Rest des Abends in rund 25 Grad warmen Wasser verbracht. Bis die Haut schön schrumpelig wurde.
Zurück im Wohnmobil gab es eine selbstgemachte Fleischbrühe – die gerade nach den Saunagängen eine Wohltat war – und gegen 12:00 Uhr war Feierabend angesagt. Lichter aus.
Gute Nacht A.-M., Gute Nacht L., Gute Nacht N. Gute Nacht... Conner....Conner... CONNER...COOOONNNNNEEERRR aus da!