Tag 2: Ungeplanter Zwischenstopp

(Aber wozu hat man denn ein WoMo?)

Nach einer absolut ruhigen Nacht, in der es doch recht kalt wurde - ich hätte die Heizung doch etwas wärmer stellen sollen – war es erst einmal unangenehm kalt im Wohnmobil und es dauerte eine ganze Weile, bis es warm genug wurde. Aufstehen, frühstücken und weiter.

Wir möchten ja ins Warme. Wie die ca.15-20 Grad die wir 2011 in der Toskana hatten. So macht der Frühling Spaß. Aber das, was uns heute morgen begrüßte, war alles andere als einladend – wobei um es vorweg zu nehmen, es trotz dem trüben Wetter einer der besten Tage war.

"Kinder lasst uns erst einmal den Brenner hinter uns lassen!" Mit dem festen und unbeirrten Glauben ins schöne Wetter zu fahren, ging es an Insbruck vorbei und über die Europabrücke Richtung Brenner. An der Europabrücke gab es einen kurzen Stopp, um die Beine zu vertreten. Ein kalter Wind pfiff uns um die Ohren. Der aber ansonsten blaue Himmel lies die Hoffnung steigen, dass es auf der anderen Seite des Brenners nicht nur schön, sondern auch warm sein würde. Natürlich zeigte die Wetter-App auf dem Smartphone etwas anderes, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Mit jedem Höhenmeter sank die Temperatur und die Landschaft wurde weißer. Zumindest an den Nordhängen schien das Skifahren durchaus noch möglich.

Die ersten Rückfragen "Wie lange noch?" und "Wann sind wir endlich da?" führten dazu, dass wir kurzfristig umdisponierten und in Rovereto von der Autobahn fuhren. Ziel: Gardasee! Glücklicherweise, hatte ich in der vergangenen Woche die Vollversion der Promobil Stellplatz App gekauft, nachdem ich festgestellt habe, dass man aus dieser App das TomTom Navi (App) direkt ansprechen kann. Also einen Stellplatz in Torbole gesucht auf Route geklickt und das Navi steuerte uns zielsicher die letzten ca. 20km.

Hier sind wir auf den Wohnmobilhafen (tr@nsit, via al Car 2/a, Torbole sul Garda (TN)) gefahren, mit V&E direkt am Platz. Kaum 150m zum Seeufer, mit kleinem Supermarkt und Sanitäreinrichtungen, die allerdings doch recht bescheiden ausfallen. Das entspricht aber auch deren Konzept, denn man möchte eher den Wohnmobilist, der seine eigenen Sanitären Einrichtungen nutzt, ansprechen.

Allerdings hatten wir ein Problem mit der Platzwahl. Unsere 8,8m passen nicht in die dafür vorgesehenen Plätze. Wir mussten uns im wahrsten Sinne des Wortes, quer stellen. Das war aber absolut kein Problem, denn außer uns waren nur vier weitere Wohnmobile auf dem Platz.

Das Fahrzeug hatten wir zügig auf Keile gestellt und los ging es ans Seeufer. Beine vertreten. Die Temperaturen hielten sich in Grenzen und ein paar Grad hätten es schon mehr sein dürfen, aber dick eingepackt lies es sich ertragen. Die vereinzelt aufreißenden Wolken gaben den Blick auf die umliegenden Berge frei und wir konnten sehen, dass es uns hier unten doch noch recht gut erging, denn oben lag Schnee!

Torbole an sich ist ein eher kleines und zumindest um diese Jahreszeit eher verschlafenes Nest. Ganz anders als das deutlich mondänere Riva. Den restlichen Nachmittag schlenderten wir am Ufer entlang und betrachteten uns die Abfahrtszeiten der Fähren, die in regelmäßig fahren und ein wesentlicher Aspekt der Infrastruktur des Gardasees bilden. Wir beschlossen am nächsten Tag nach Malchesine zu fahren.

Mit dem Wohnmobil nach England

Unsere Englandreisen haben einen würdigen Platz bekommen, denn sie sind nun im WOMO Der Wohnmobil-Verlag, als 288 Seiten starkes Büchlein, reich bebildert mit vielen Tourenkarten und Stellplätzen inkl. GPS Koordinaten erschienen...

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