Cityhopping – 4 europäische Städte in 11 Tagen

3. Mai 2018

von Anna

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Cityhopping – was ist das denn? Inselhopping kennen wir ja alle, ob in Hawaii, Indonesien oder Französisch-Polynesien. Beim Cityhopping geht es natürlich nicht um Inseln, sondern um Städte und welcher Kontinent ist dafür nicht prädestinierter als Europa? So kam es dazu, dass meine Freundin und ich in elf Tagen vier europäische Städte in vier verschiedenen Ländern erkundeten. Ein Cityhopping-Trip eben! 🙂 Wir sind in Berlin gestartet, flogen von dort nach London, dann nach Venedig und über Barcelona nach Budapest. Es war anstrengend, es war stressig, aber – und das ist die Hauptsache – es war wunderschön!

Cityhopping: Venedig, London, Barcelona, Budapest

Cityhopping – Vorbereitung einer Europarundreise

Es war so ein Abend, an dem ich das Wohnzimmer räumte, damit mein Mann und sein Besuch in Ruhe FIFA zocken konnten. Da ich mir nichts Besonderes vorgenommen hatte, streamte ich durch die sozialen Netzwerke, hier eine Bekannte bei einem Roadtrip, da jemand am Strand, dann ein Angebot bei den Urlaubspiraten? HALT STOPP! Eine Europareise mit Flügen für insgesamt nur 90 Euro, Zeitpunkt Januar. Der Wahnsinn!

Ich schrieb sofort meiner besten Freundin und schickte ihr den Link. Sie war ebenso Feuer und Flamme für diesen Cityhopping-Trip wie ich. So kam es dann, dass ich nur ein paar Wochen später die Flüge buchte. Die Urlaubspiraten hatten mit den Airlines „Ryanair“ und „Easyjet“ bereits passende Flugzeiten herausgesucht, sodass wir in jeder Stadt, bis auf Barcelona, drei Tage Aufenthalt haben würden. Mit der Suchmaschine von den Urlaubspiraten wirst du direkt zur Airline geleitet und musst dann nur noch buchen. Fertig ist die Sache!

An dieser Stelle sei gesagt, du musst für dich selbst entscheiden, ob es für dich in Ordnung geht mit Billigairlines zu fliegen und ob diese deinen eigenen Maßstäben an Komfort entsprechen.

Nach der Flugbuchung waren die Unterkünfte an der Reihe. Wir waren ehrlich gesagt ziemlich spät dran und haben die Unterkünfte erst im Dezember gebucht. Aber im Winter reisen zum Glück weniger Menschen in Europa. So haben wir trotzdem gut bewertete und preisgünstige Unterkünfte gefunden. Da wir beide bereits gute Erfahrungen mit Airbnb gemacht haben, war klar, dass wir auch dieses Mal wieder in Wohnungen von Locals übernachten würden. Bedenke einfach einmal, dass du deine Unterkunft wirklich nur zum Schlafen, duschen und vielleicht noch zum Frühstücken benötigst. Wenn du Geld sparen möchtest, kannst du also bei Städtereisen auch einmal auf Hotels verzichten.

Harry Potter Szenerie in London

Wir entschieden uns für eine kleine, süße Einzimmerwohnung in London, eine Zweizimmerwohnung in Barcelona ganz dicht bei der Sagrada Familia und eine Einzimmer-Maisonette-Wohnung mitten im Stadtkern von Pest. Nur in Venedig konnten wir nicht das Richtige für uns über Airbnb finden. Also checkte ich kurz booking.com und fand ein top bewertetes 3-Sterne Hotel, das Hotel Olimpia Venezia direkt am Busbahnhof.

Mehr mussten wir vorher eigentlich nicht planen. Flüge und Unterkunft waren uns sicher und die Vorfreude stieg.

Kostenpunkt Flüge und Unterkünfte ohne Frühstück pro Person: ca. 390 Euro.

Cityhopping – 11 Tage nur mit Handgepäck

Da wir mit Easyjet und Ryanair gebucht haben, war klar, dass wir nur mit Handgepäck unterwegs sein würden. Bei diesen Airlines Gepäck mitzunehmen ist einfach zu teuer, weil es dazu gebucht werden muss.

Budapest: Anna mit dicken Winterklamotten

Gerade für Budapest mussten wir dicke Winterklamotten einpacken

Jetzt denkst du wahrscheinlich „oh mein Gott, 11 Tage unterwegs sein, da hat sie ja kaum Klamotten mitnehmen können.“ Aber nein, alles hat hineingepasst. Unsere Unterkünfte haben Handtücher gestellt, so konnten wir schon einmal auf diese verzichten. Ansonsten war es wichtig, dass wir etwas Warmes dabeihaben würden, für Barcelona durfte es aber etwas luftiger sein. So kam es zu folgender Packliste für unseren Cityhopping-Trip:

Trolley:

  • ein dicker Pulli
  • zwei Cardigans
  • mehrere T-shirts
  • Leggins und zwei lange Blusen
  • Mütze, Schal, Handschuhe
  • Wäsche & Socken
  • Drogeriekram in max. 100 ml Fläschchen
  • Handy Ladekabel
  • Kamera Ladekabel

Rucksack (Dakine Womens Stashable Backpack 20L „Dotty“):

  • Meine Lumix F28 (25-600mm) von Panasonic
  • Mein Smartphone Huawei P10
  • Portemonnaie
  • Hausschlüssel

Cityhopping – Sight Seeing Planung

Städtereisen nur um des Sight-Seeings-Willen sind schon lange nicht mehr mein Ding. Mir gefällt es auch einmal an einem schönen Platz mit Ausblick zu verweilen oder mich durch die Cafés zu probieren. Oftmals komme ich schnell mit Einheimischen in Kontakt, nehme mir Zeit für einen Schnack und genieße es einfach einmal etwas Anderes zu sehen. Da meine Freundin zum Glück genauso denkt, haben wir nicht stundenlang Reiseführer gewälzt. Ich habe vielmehr bei Bloggerkollegen nach Tipps geschaut oder durchstreife Pinterest, um coole Spots zu finden.

Ich hatte für mich eine Google Notiz in Listenform angelegt, die ich mit meiner Freundin teilte, damit sie ebenfalls eintragen konnte, welche Spots sie interessieren.

Im Endeffekt haben wir uns abends während der Reise kurz hingesetzt und überlegt, was wir am nächsten Tag unternehmen wollen, um dann auch zu überlegen wie spät wir aufbrechen müssen und wie wir dorthin kommen. Natürlich haben wir auch nicht alle Sehenswürdigkeiten auf meiner Liste abgeklappert, aber das war total okay. Schließlich ist man ja auch im Urlaub und nicht auf der Flucht!

Santa Maria della Salute

Daher rate ich dir dich nicht verrückt zu machen. Natürlich kannst du stundenlang darüber brüten welche Spots nahe beieinander liegen, an welchem Tag du was unternimmst und vielleicht legst du sogar Uhrzeiten fest. Im Endeffekt schadest du dir damit aber selbst, weil du die Zeit nicht genießt. Beim Reisen geht es nicht darum etwas abzuhaken, sondern dich auch einmal auf etwas einzulassen. Das ist zumindest meine Meinung!

Auf Basis der Reise von meiner Freundin und mir möchte ich dir ein paar Tipps zur Organisation von vier Citytrips in elf Tagen an die Hand geben.

Cityhopping – London Tour Vorschlag

Tag 1

Den ersten richtigen Tag in London kannst du am besten mit einer Free-Walking-Tour durch West-London um 11.00 Uhr starten. Ein guter Anbieter wäre da Sandeman’s, denn dank dem Tour Guide „Big Ben“ hatten wir trotz Regen riesigen Spaß und haben eine Menge gesehen.

Convent Garden – Trafalgar Square mit Lord Nelson Denkmal – Admiralty Arch, Duke of York Column – weiter die Paradenstraße the Mall entlang – King George VI & Queen Elizabeth Memorial – St. James Palace – Buckingham Palace – St. James Park – Parliament Square Garden

Von dort kannst du mit der U-Bahn weiter ins Finanzviertel fahren. Wenn du einen Time Slot gebucht hast, wäre ein dortiges Anlaufziel der Sky Garden, wo du eine wunderbare Sicht hast: von der Tower Bridge über das Kriegsschiff HMS Belfast, die anderen Wolkenkratzer im Finanzviertel, St. Paul’s Cathedral und die London Bridge. Aber auch die Location an sich bietet sich für eine Entdeckungstour an. Ich fühlte mich wirklich wie im Dschungel.

Mittlerweile dürftest du Hunger haben und dir reicht ein Snack im Café des Sky Garden nicht. Dann geselle dich doch zu den vielen Bänkern, die ihr Feierabendbier im „The Monument“ trinken. Wir haben diesen Tipp von unserem Tour Guide bekommen. Die Fish und Chips waren einfach super lecker!

Zum Verdauen und als Abendbespaßung kannst du danach weiter zur Oxford Street fahren und ein wenig die Shoppingstreet entlang flanieren. Wenn du nicht wie wir nur mit Handgepäck unterwegs bist, kannst du natürlich auch ausgiebig shoppen. Wir haben uns stattdessen im Disneyshop wiedergefunden, die Lieder mitgesungen und fast eine Barbie gekauft! 🙂

Tag 2

Was man in London definitiv einmal gemacht haben muss, ist sich das Changing of the Guard (Wachenwechsel am Buckingham Palace) anzuschauen. Es findet von April bis Juli täglich um 11.00 statt, von August bis März jedoch nur jeden zweiten Tag. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, diesem Schauspiel noch einmal beizuwohnen und wurde nicht enttäuscht. Das Militärorchester spielte ein Medley von Michael Jackson.

Anschließend empfiehlt sich die Fahrt nach Camden Town. Lass dich dort einfach einmal treiben, schaue dir die Street-art an, besuche den Camden Market und gehe dann später beim Food Cort „KERB Camden“ etwas Leckeres essen. Denn hier gibt es bestes Street Food aus aller Welt. Ich fühlte mich quasi im Food-Himmel und erinnerte mich an die gute alte Zeit in Los Angeles.

Nach der Mittagspause in Camden, fährst du mit der U-Bahn zum London Tower und kannst dann von dort zur Tower Bridge spazieren. Wenn du gerne spazieren gehst, dann laufe von dort bis zur Millenium Bridge, um sie zur blauen Stunde zu überqueren. Denn dabei wirst du die St. Paul’s Cathedral bestaunen können. Ich garantiere dir einen tollen Anblick!

Zum Abschluss des Tages, fahre zum Picadilly Circus, bestaune die riesigen Screens mit cooler Werbung oder gönne dir dort in einem Pub ein Bier. Du kannst aber auch den Straßenkünstlern vor Ort zuhören. Vielleicht erwischt du einen so tollen, wie meine Freundin und ich.

Tag 3

Wenn du erst abends abreist, könntest du dir die Londoner Macy’s Alternative „Harrods“ anschauen. Hierbei handelt es sich um das größte englische Warenhaus, das aber mittlerweile eher einer Luxus-Mall gleichkommt. Wir hatten unsere Koffer dabei und wurden damit nicht in die Mall gelassen. Den Koffer abzugeben hat allerdings auch viel zu viel Geld gekostet (£ 30).

Weil wir nicht so viel bezahlen und uns das Kaufhaus auch nur anschauen wollten, checkten wir noch einmal kurz Google Maps und spazierten dann zum Natural History Museum. Der Eintritt ist immer frei, richtiges Gepäck wird allerdings einmal durchgecheckt, danach kann man es für £5 abgeben. Ein Tipp von mir: Museen in London sind alle kostenlos, daher am Wochenende aber auch besonders voll. Besuche sie besser innerhalb der Arbeitswoche.

London Natural History Museum

Von dem Beginn der Erde, der Evolution der Tiere und schließlich auch der Menschen kannst du hier alles mögliche erfahren. Bestaunenswert sind vor allem die vielen Skellette. Das Museum beherbergt solche von einem Riesenfaultier, einem Mammut, einem Blauwal und einem Langhalssaurier.

Cityhopping – Venedig Tour Vorschlag

Venedig eignet sich besonders gut für einen Cityhopping-Trip im Winter, denn es ist lange nicht so voll, wie im Sommer und trotzdem scheint die Sonne und man kann einen Kaffee auch gut einmal draußen genießen. Was du in der italienischen Stadt sehen und erleben kannst und ein paar Tipps bekommst du jetzt:

Tag 1

Den besten Tipp, den ich für Venedig kriegen konnte, war der von Marlene alias Couchabenteurer. Denn sie hat mir gesagt, lass dich einfach einmal treiben. Das haben wir dann auch gleich am ersten Tag ausprobiert. Wir fanden viele fotogene Ecken, stoppten, fotografierten, winkten den Leuten, die für mindestens 70 Euro eine Stunde Gondel fuhren, zu oder liefen einfach nur staunend durch die Straßen. In einem Café sahen wir Kindern beim Fußballspielen zu, saßen in der Sonne trotz 6°C und genossen unseren Kaffee. Wegen der Sonne fühlten wir uns wie im Urlaub.

Nachmittags, nach dem „sich verlieren“ kannst du ja immer noch eine Free Walking Tour mitmachen. Es startet zum Beispiel eine um 15.00 Uhr am „Campo SS. Apostoli“. Die Tour fokussiert sich auf Ecken, Gebäude und Viertel, die Touristen in Venedig nicht so einfach von alleine finden. Skurrilitäten gab es auch zu bestaunen. Wir besuchten nämlich einen Bücherladen, bei dem uns gänzlich unklar war, wie der Besitzer weiß wo welches Buch zu finden ist. Außerdem nutzte er eine kleine Gondel als Ablage für seine Bücher.

Den Tag lässt du am besten in einem venezianisch-authentischen Restaurant ausklingen und nicht in einem Restaurant, wo mit Bildern für das Essen geworben wird. Wir landeten schließlich als einzige Gäste in einem netten Lokal. Die Bedienung und der Koch freuten sich und nachdem wir unseren Aperol-Spritz und das fantastische Essen genossen hatten, vom Koch ein Tiramisu spendiert bekamen und dazu einen Cappuccino bestellten, gesellten sie sich zu uns und wir diskutierten über Gott und die Welt, mit Hand und Fuß.

Tag 2

Den zweiten Tag kannst du auch ganz in Ruhe beginnen und die Insel Burano besuchen, die vom „Venezia Terminal Passegeri/Porto“ aus ca. eine Stunde entfernt liegt. Die Fahrt kostet ca. 20€. Hier fährt keine Bahn und auch kein Bus ab, sondern ein Wasserbus. Zweimal musst du umsteigen. Dann bist du angekommen, auf dieser kleinen Insel mit den wunderschönsten bunten Häusern und ganz viel niedlichem Dorf-Charme. Hier lohnt es sich ebenfalls sich einfach treiben zu lassen und während wir so durch die Gassen spazierten und kleine Grachten überquerten, kam die Sonne immer mehr heraus.

Die Insel versprüht wahnsinnig viel Freude, Heiterkeit, Wärme und Gelassenheit. Das liegt natürlich an den bunten Häusern, aber auch an den vielen Rentnern, die einfach ihr Leben genießen. Egal woran es lag, es steckte mich förmlich an.

Um den Tag wieder in Venedig abzuschließen, folgten wir einem Tipp, den wir während der Free-Walking- Tour bekamen: zum Sonnenuntergang das Dach des Einkaufshauses „T Fondaco Dei Tedeschi“ besteigen. Wir kamen genau richtig, denn es war die Zeit zwischen der goldenen und blauen Stunde. Wir hatten also einen traumhaften Ausblick über die Stadt!

Cityhopping – Barcelona Tour Vorschlag

Barcelona empfing uns mit frühlingshaften Temperaturen und da wir mittags bereits vor Ort waren, ging es auch gleich mit dem Sight Seeing los. Das kannst du alles bei einem Barcelona Citytrip erleben:

Tag 1

Wir haben uns vorab bereits in Venedig einen Time Slot und ein Ticket für die Sagrada Familia gebucht. Unser Viertel „Gracia“ war überhaupt nicht weit weg und ist generell sehr empfehlenswert. So spazierten wir im Sonnenschein bei 15°C zur berühmten Kirche.

Wenn du die Sagrada Familia nicht besuchst, bist du selbst schuld. Nie zuvor habe ich eine schönere, freundlichere und liebenswertere Kirche als die Sagrada Familia gesehen. Eine ehrfürchtige Stimmung verbreiten Kirchen bei mir immer, aber die Sagrada Familia ist wie eine Mama, sie umarmt dich mit viel Herzlichkeit. Vor allem die Lichtverhältnisse, mit denen Gaudi hier spielte, tragen dazu bei.

Zum Ende des Tages, fährst du mit der U-Bahn zur La Rambla. Du kannst am besten bei der Station „Passeig de Gracia“ aussteigen. Von dort spazierst zur Promenade herunter. Hier tummeln sich alle Touristen der Stadt und Verkäufer jeglichen Krimskrams sowie Restaurants, die mithilfe von Bildern versuchen die Touris an die Tische zu bekommen. Wir hatten bereits in Venedig gelernt, dass die Restaurants mit Bildern von ihrem Essen eher die schlechteren sind. Wenn du die „La Rambla“ vom „Placa de Catalunya“ gen Wasser entlang flanierst, dann findest du irgendwann rechts den „Mercat de la Boqueria„. Es handelt sich dabei um einen Markt. Wir waren recht spät dort, dementsprechend leer waren die Stände. Ich empfehle dir den Markt am besten tagsüber zu besuchen, wenn möglich vormittags. Dort kaufen auch viele Einheimische ein und du erlebst ein ganz anderes Treiben.

Mercat de la Boqueria

Solltest du tatsächlich auch im Stadtteil „Gracia“ unterkommen, kannst du den Abend mit Tapas, viel Wein und einem Verdauungstrunk in der Restaurant „Bar Vall (Gràcia)“ ausklingen lassen. Der kleine Platz „Plaça de Rovira i Trias“ ist abends gut gefühlt. Hier treffen sich die Nachbarn auf ein Weinchen, quatschen, lassen den Tag ausklingen und genießen Tapas.

Tag 2

Den zweiten Tag unseres Barcelona-Kurztrips starteten wir mit einer Free-Walking-Tour. Am Wochenende trifft man sich um 10.00 Uhr, unter der Woche um 11.00 Uhr. Die Touren gehen alle am Placa de Catalunya los. Es gibt englische Touren, spanische Touren, italienische Touren und sehr sportliche Touren mit dem Fahrrad. Wir wurden in einige kleinere Gruppen unterteilt und spazierten dann gemütlich los. Wir durchstreiften vor allem das gotische Viertel.

Plaça De Catalunya – Las Ramblas – Roman Ruins – Santa Maria Del Pi – The Gothic Quarter – Plaça De Sant – Felip Neri – The Jewish Quarter – The Cathedral – Plaça Del Reí – Picasso Murals – The Spanish Inquisition

Nach der ausgiebigen Erkundung des gotischen Barcelonas, ist es auch weit nach Mittag und Essenszeit. Von unserem irischen Tour Guide bekamen wir eine super Empfehlung nahe der römischen Ruinen. Dort gibt es wunderbare Paella, nur leider ist mir der Name des Restaurants entfallen und ich kann das Restaurant auch bei Maps nicht wiederfinden.

Den Nachmittag kannst du am „Platja de la Barceloneta“, also am Strand, verbringen. Wir spazierten von der U-Bahn Station zum Strand hinunter und genossen dort die Sonne. Es war schon nachmittags und das Licht dementsprechend wunderschön, wärmend und freundlich. Wir sahen einigen Straßenkünstlern zu und flanierten dann weiter die Strandpromenade entlang.

Auch Barcelona wollten wir uns von oben anschauen. Deswegen sind wir zum „Font Magica“ gefahren. Der Aufzug ganz nach oben zum Dach des „Museu Nacional d’Art de Catalunya“ war zwar schon geschlossen (er schließt um 18.00 Uhr). Aber allein von der Plattform, wo sich der Eingang zum Museum befindet, hast du schon eine wunderschöne Aussicht über die Stadt. Gerade zur goldenen Stunde. Wir haben es sehr genossen!

Später am Abend ging es dann in die nächste Bar am „Plaça de Rovira i Trias“, dem „Cafè Flanders“. Die Tapas dort waren sogar noch vielfältiger und ein bisschen leckerer als im Restaurant „Bar Vall (Gràcia)“.

Tag 3

Am dritten Tag hatten wir noch ein bisschen Zeit vor der Abreise und besuchten daher vormittags noch den nahegelegenen Gaudi-Park. Im Grunde mussten wir nur ein paar Blocks hoch gehen.

Im Endeffekt blieb dann aber doch nicht viel Zeit und wir hatten unsere Koffer dabei. Daher kauften wir kein Ticket, spazierten einmal den öffentlich zugänglichen Teil des Parks hoch und runter, fanden dort direkt leider kein Café und verließen dann den Gaudi Park. Stattdessen besuchten wir ein nahe gelegenes Café. Für den Gaudi Park solltest du wirklich mehr Zeit einplanen!

Cityhopping – Budapest Tour Vorschlag

In Budapest erwartete uns ziemlich eisige Kälte und kein schönes Wetter. Ich brauchte ein paar Stunden, um mit dieser Stadt warm zu werden. Was du dort aber alles Tolles sehen und erleben kannst, möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten.

Tag 1

Morgens um 10.30 starteten wir unsere Budapest-Erkundung mit einer Free-Walking-Tour. Da Essen und Trinken in Budapest so günstig sind, haben wir uns für ein schnelles Frühstück bei „My little Melbourne Coffee and Brew Bar“ entschieden. Ein super Tipp von Nina alias Reisehappen aus ihrem Budapest Food und City Guide.

Dann ging es los mit der Stadtführung, bei der wir in kleinere Gruppen eingeteilt wurden.

Danube Promenade – Municipal Concert Hall – Gresham Palace – Academy of Hungarian Sciences – St.Stephen’s Basilica – Chain Bridge – Castle District – Royal Palace – Matthias Church – Fisherman Bastion

Während der Tour kam dann auch meine gute Laune zurück und ich begann mich immer mehr in die Stadt zu verlieben, trotz Regen und Kälte. Wer sich für die spannende Geschichte von Budapest und dem Land Ungarn interessiert, der sollte definitiv eine Free-Walking-Tour mitmachen. Mich hat vor allem der Buda Hügel mit dem Royal Palace begeistert, von dort hat man sowohl über Pest als auch über Buda eine fantastische Sicht.

Es war schon weit nach Mittag, als wir zur Pest Seite der Stadt zurückkehrten. Den Anreiseabend zuvor hatten wir schon traditionell gegessen. Weil es in der Nähe von der Wohnung lag und wir Lust auf Asiatisches Essen hatten, suchten wir uns ein Slow Food Restaurant auf der Hauptstraße aus und gönnten uns nach drei Städtetrips einfach einmal einen Nachmittag im Bett bei Tatort und Mankells Wallander. Wahrscheinlich hat auch nur die unmittelbare Nähe der Wohnung dazu geführt. 🙂 So langsam waren wir müde. Mein Rat an dich ist daher, überanstrenge dich nicht, wenn du Ruhe benötigst, dann ist das vollkommen okay.

Budapest Riesenrad

Abends rafften wir uns dann wieder auf und gönnten uns einen fantastischen Blick über die Stadt. Denn wir fuhren mit dem 65 Meter hohen Riesenrad „Sziget Eye“. Danach fanden wir uns dann bei Cocktails und Finger Food im Jüdischen Viertel wieder. Hier gibt es nicht nur tolle Cafés, wie das „My little Melbourne“, sondern auch etliche Restaurants und Pubs. Vielleicht hast du auch schon einmal von den Ruinenbars gehört? Das sind tatsächlich ehemalige Ruinen, die kreative Menschen zum Teil wiederaufgebaut und entsprechend eingerichtet haben. Wir waren zwar nicht in einem solchen Pub, haben aber viele auf unserem Weg nach Hause gesehen, wo sich Jugendliche tummelten.

Tag 2

Am nächsten Tag gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück im „Blue Bird Cafe“ und streiften dann noch einmal durch die Innenstadt der Pest-Seite. Anschließend zog es uns gen Donau und der Sonne entgegen. Außerdem wollten wir uns das wunderschöne Parlamentsgebäude noch einmal vom Nahen anschauen. Das Gebäude kannst du nämlich zu Fuß sehr gut erreichen.

Auf dem Weg kamen wir an einem Denkmal vorbei, von dem ich bei Romy von Snoopsmaus gelesen habe. Direkt am Ufer finden sich Schuhe so vor, als wurden sie gerade von ihren Besitzern verloren. Sie erinnern an das Massaker an der Donau, als Juden an dieser Stelle einfach erschossen wurden, sodass ihre Leichen direkt in die Donau fielen. Mir fiel es nicht ganz einfach dieses Denkmal zu fotografieren, als ich daran dachte.

Wenn dir solche Momente auch nahe gehen, solltest du vielleicht ein wenig Verweilen und wenn deine Gedanken wieder geordnet sind und deine Stimmung nicht zu sehr getrübt ist, kannst du weitergehen.

Denn das Parlamentsgebäude ist vom Nahen betrachtet noch viel schöner als aus der Ferne und von der Buda Burg aus. Dort patrouillieren immer noch zwei Wachleute und marschieren um die Nationalflagge.

Nachdem wir dann ein zweites Mal zur Buda Burg hinaufspazierten, um die Pest-Seite der Stadt noch einmal bei besserem Wetter zu fotografieren, waren wir einfach nur noch kaputt und fielen ins Bett.


Wenn du es bis hierhin geschafft hast, dann hast du erst einmal meinen allergrößten Respekt verdient. Denn du hast einen über 3400 Wörter langen Beitrag gelesen! 🙂 Meine Intention war dir Tipps mitzugeben, um auch einmal eine kleine Europareise zu machen, unterschiedliche Städte kennen- und lieben zu lernen und tolle Eindrücke über unser schönes Europa zu gewinnen. Wenn du noch Fragen zu meinem ungewöhnlichen Cityhopping-Trip hast, dann schreib mir gerne einen Kommentar. Ich werde demnächst auch noch Beiträge über die Highlights der einzelnen Städte schreiben, versprochen!

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4Kommentare

4 Kommentare

  1. Mel

    Europa ist so schön abwechslungsreich und hat echt viel zu bieten! Ein schöner Bericht von tollen Städten.

    Liebe Grüße
    Mel

    Antworten
    • Anna

      Hi Mel!

      Da gebe ich dir absolut recht. Europa ist einfach toll, man muss nicht immer in die weite Ferne. Natürlich hätte man auch andere Städte kombinieren können. Aber ich war mit dieser Vorauswahl mehr als zufrieden! 🙂 Ich freue mich, dass dir mein Bericht gefallen hat.

      Liebe Grüße
      Anna

      Antworten
  2. Tobias

    Moin,

    sehr schöner Bericht und ein abwechslungsreiches Programm habt Ihr da gehabt. Budapest sieht auf Deinen Bildern auch echt schön aus.

    Beste Grüße

    Tobias

    Antworten
    • Anna

      Hi Tobias,

      abwechslungsreich, du sagst es, das war unsere Reise wirkich! Budapest ist auch wirklich eine schöne Stadt. Sehr zu empfehlen! 🙂 Hast du die anderen Städte bereits besucht?

      Liebe Grüße
      Anna

      Antworten

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