Tag 3

18.04.2026 Robinson Crusoe

Wie gestern beschlossen haben wir unseren Strandtag vorgezogen. Die Strecke zog sich echt wie Kaugummi und irgendwie bin ich auch froh nicht immer fahren zu müssen.

Die Nacht war frisch und von alles war von Tau beschlagen als um 7:00 Uhr morgens mein Wecker zur ersten morgendlichen Runde rief. Kurz vor 8:00 Uhr saß ich auch schön brav auf dem Rad um Pisa zu umrunden. Nüchtern mit niedrigem Puls eine ausgedehnte Grundlageneinheit. Langsam und gemütlich einrollen, bevor es in den kommenden Tagen ums Höhenmeter machen geht.

Die Familie saß in der Tat noch am Frühstückstisch als ich wieder zurück kam Das Wetter war großartig und wir haben vor dem Wohnmobil noch mit einer Tasse Kaffee gemütlich in der Sonne gesessen.

Unser Versprechen mit dem Strand haben wir natürlich gehalten und waren bis späten Nachmittag am Strand. Wir haben einen Strandabschnitt entdeckt, der voll mit Treibholz war (natürlich auch mit Müll, das lässt sich leider nicht vermeiden. Allerdings hielt sich der Müll in der Tat in Grenzen.). Was macht man an einem einsamen Strand mit Treibholz? Na klar eine Hütte bauen. Das haben wir dann auch getan.

Inmitten des Treibgutes fanden wir kleine Skulpturen in Form von Bauarbeitern, Die man oben auf senkrecht aufgestelltem Treibholz platzierte. Sah schon merkwürdig aus in all der Unordnung ein absichtlich platziertes Objekt.

Bei schönstem Wetter haben wir das übliche Strandprogramm absolviert. Muscheln sammeln, Füße ins Meer strecken, vor Wellen davon hüpfen, Federball und Frisbee spielen und natürlich Hütten bauen und dabei noch etwas über selbsttragende Konstruktionen lernen (mal sehen, ob da was hängen geblieben ist.)

Die Mädels hatten irgendwann genug und so ging es wieder zurück, was uns auch die Gelegenheit geboten hat den Proviant aufzufüllen. Wir hatten Zuhause den Kühlschrank zwar leergeräumt, aber was so fünf hungrige Mäuler am Tag verputzen ist schon erschreckend.

Jetzt sitzen wir bei bestem Wetter vor dem Wohnmobil und bereiten das Abendessen vor.

Von Viareggio haben wir genug gesehen. Für 36 Stunden reicht es – mehr muss nicht sein.

Und das was wir aus den ersten beiden Tagen gelernt haben: Die Etappenziele sind genauer zu planen. Morgen geht’s über Luca nach Volterra. Meinereiner wird die Strecke Lucca – Volterra grobstollig meistern und B. wird erstmals alleine das Wohnmobil steuern. Tja, manchmal ist das Wasser eben kalt in das man hinein gestoßen wird. Aber das schafft sie.

Erkenntnis des Tages: Auch Faulenzeretappen müssen einmal sein, aber eine reicht!