Tag 7
22.04.2026 Die Nekropolen von Populonia
So, für heute Stand Kultur auf dem Programm: Die Nekropolen von Populonia haben wir uns vorgenommen. Von Marina di Bibbona sind das ca. 40 min. Fahrt. Somit mussten wir uns nicht Übergebühr beeilen und konnten unser „Lager“ auf dem Campingplatz in aller Ruhe räumen. Der Campingplatz der uns hier in den vergangenen beiden Tagen beherrbergte war der Campingplatz Casa di Caccia. Hier waren wir nun schon zum dritten Mal.
Die beiden ersten Male immer mit dem Zelt für einen 14tägigen Urlaub. Dieses Mal nur für einen kleinen Abstecher. Nach wie vor ist es nach unserer Auffassung einer der schönsten Plätze. Eingewachsen in einem Pinienwald, mit Büschen parzelliert es sandiges Terrain mit angrenzendem Sandstrand, Restaurant, Supermarkt, Bar – was man eben so braucht. Alles eher rustikal und gemütlich. Nichts ist perfekt aber genau das macht den Charme dieses Platzes aus. Hier waren wir nicht zum letzten Mal. Wenn wir wieder in der Nähe sind, dann werden wir auf jeden Fall wieder hier stehen.
Das Navi lotste uns durch schmale Seitenstraßen und ich hatte wieder Sorgen, dass wir irgendwo nicht weiter kommen (zu schmal, zu eng, zu tief). Aber nichts dergleichen – wobei ich dennoch einmal die Routingoptionen meines Navis prüfen sollte. Der Parco Archeologico ist gut ausgeschildert und so lange nichts abzweigt mussfährt man immer gerade aus. Solange man das beherzigt kann nichts schief gehen. Kurz vor dem Golf von Baratti gibt es einen sehr großen Stellplatz in dem zumindest auch eine Entsorgungsmöglichkeit besteht, den wir genutzt haben. Da ein Schild auf eine maximale Fahrzeugbreite von 2m hinwies. Wir haben die Räder geschnappt und sind die ca. 2 km mit dem Rad zum Eingang des Parco Archeologico gefahren. Hätten wir aber nicht gemusst, denn die 2m Breite sind zumindest bis zu diesem Punkt nirgends auszumachen.
Insgesammt gibt es hier drei Ausgrabungsbereiche von denen wir uns aber nur zwei angesehen haben. Und zwar die
- Necropoli di San Cerbone sowie die
- Necriopoli delle Grotte.
Den etwas abseits gelegenen Parco Archeologico Acropoli (aus Nach-etruskischer Zeit) haben wir uns nicht angesehen. Das ist mit drei Kindern Stressfrei an einem Tag nicht zu machen. Spätestens nach 3 Stunden wird das nölen zur nervlichen Zerreisprobe und da wir uns die Etrusker und nicht die Römer ansehen wollten, haben wir dies kurzerhand gestrichen. Im Besucherzentrum haben wir uns noch mit Litheratur eingedeckt „Der archäologische Park von Baratti und Populonia“.
Beeindruckend ist die Fülle an Gräbern, die man hier entdeckte. Allen voran Isidoro Falchi, der das größte der Hügelgräber entdeckte und die ersten großen Grabungen organisierte.
Beeindruckend ist die Passgenauigkeit, mit der die einzelnen Steine ineinander verzahnen.
Gegen 15:00 Uhr haben wir den Rückweg angetreten. Ja, jetzt geht es wieder Richtung Norden, wobei wir noch zwei Tage Florenz eingeplant haben. Gegen 17:00 kamen wir auf dem Stadt-Campingplatz an, der eines zu bieten hat und das ist die Aussicht auf Florenz und wenn er das nicht hätte, wäre ich keine 5 Minuten hier. Laut, voll, schmutzig, teuer. Aber eben Aussicht und die hat ihren Preis. Wir zahlen 65€ (!) die Nacht und B. fragt ob das der Preis für 2 Nächte ist. „No, Seniora!“
Das Wetter wurde bereits seit dem frühen Mittag trübe und Wolken zogen sich auf dem bis dahin wolkenlosen Himmel zusammen. Grau, tief hingen nun die Wolken über Florenz. So beschlossen wir, solange es noch nicht regnet in die Stadt zu laufen. Das kann man von dem Platz in der Tat. 10 Min. sind zwar deutlich übertrieben – das schafft man wenn man läuft – aber 20 Minuten und man ist im Zentrum. Toll!
Abends lassen wir auf der Terrasse den Tag ausklingen. Es wird so langsam frisch. Aber mit Jacke und Pullover kein Problem. Und so genießen wir den Blick auf Florenz.
immer
unterwegs