Tag 6

21.04.2026 Rad und Strand, was für eine Kombination!

Bericht von B:

Erste Frage des Tages war heute: Wer holt denn Brötchen? A. war mit dem Rad schon über alle Berge, somit mussten wir Frauen uns einigen. Gesagt getan nach gefühlten 20 Minuten hat sich A.M. bereit erklärt.

Nach dem Frühstück ging es dann auch gleich mal an den Campingplatzeigenen Strand.

Noch etwas kühl durch den starken Wind, aber die Sonneneinstrahlung war nicht zu unterschätzen. Sonnenschutzfaktor 30 sollte dennoch reichen! Die beiden „Großen“ sonnten sich und Klein N. sammelte Steine mit einem „weißen Strich“. Gar nicht so einfach. Muscheln gab es an diesem Strand leider keine.

Gegen 12.30 Uhr meldete sich A. und meinte, dass es bei ihm später wird, da er sich „etwas“ verfahren hatte.

Kurze Zeit später gingen wir wieder zurück zum Wohnmobil, wo sich jeder anderweitig beschäftigte. Gegen 15 Uhr kam dann auch A. von seiner Tour zurück.

Bericht von A.

7 Uhr. Wecker klingelt. Heute ist mein Tag. Ich, mein Rad und die sanften Hügel der Toskana. Ein trockenes Brötchen in der Trikottasche und Aqua Naturale in der Trinkflasche. Fettstoffwechsel-Training. Lange Einheit- niedriger Puls.

Es ist 8 Uhr, als ich mich in der Morgenfrische von Marina di Bibbona auf mein Grobstolliges (Mountainbike) schwinge.

Erstes Etappenziel: Volterra. Lange dauert es nicht, und meine Windjacke wandert zu dem trockenen Bötchen in die Trikottasche. Es ist ruhig auf den schmalen Seitenstraßen. Die Radfahrer, die hier im Trainingslager sind, schlafen noch oder sitzen zumindest noch beim Frühstücken. Mir begegnet um diese Uhrzeit Keiner!

Über Bibbona - wo wir vor einigen Jahren eine tolle Pizzeria entdeckten –

Geht es über Selina di Volterra und einer Menge an Serpentinen nach Volterra. Obwohl es erst 9:30 Uhr ist, perlt der Schweiß auf der Haut. Der Morgensonne ausgesetzt, geht die 450 m hoch. Gegen 10.15 Uhr erreiche ich die Stadtmauer und fahre noch eine Weile durch die leeren Gässchen, bevor ich beschließe den Rückweg anzutreten. Nicht direkt, sondern mit einer kleinen Schleife über Pomarance. So zumindest der Plan, allerdings habe ich diesen ohne die Straßenbauer der Toskana gemacht. Denn entweder geht es zurück nach Saline di Volterra oder aus der kleinen Schleife wird eine „Große“. Ich entscheide mich für die „Große“. Informiere noch schnell den Rest der Bande und fahre weiter.

12.30 Uhr die Läden sind zu und meine Wasserflasche ist nahezu leer. Ich fahre weiter und beschließe denjenigen zu erschlagen, der von „sanften Hügeln der Toskana“ spricht. Endweder es geht Berg auf oder ab kein Kompromiss – so wie das Leben. Zwischen Larderello und Castagneto Carducci entdecke ich eine offene Bar und kaufe den Frischwasservorrat auf. Aaahhh- das tut gut!

Nach 10 Minuten Pause geht es weiter – Energie ist wieder da. Auf den letzten 30km liefere ich mich einem „Battle“ mit einer Triathlon-Mannschaft um die letzten 10km locker aus zu rollen .

Nach 6 1/2 Stunden – drei Liter Wasser- einem trockenem Brötchen stehe ich wieder vor dem Wohnmobil und freue mich auf eine Tasse Kaffee.

Uns hätte allerdings einer vorher mal sagen sollen, dass es Senseo-Pads in Italien nicht gibt. Und das letzte Pad gestern Morgen aufgebraucht wurde. Die Pads die es hier in Italien gibt, passen leider nicht oder nur mit Gewalt. Somit muss ich leider warten, bis die Bar auf dem Zeltplatz um 16 Uhr öffnet.

16 Uhr endlich – ich habe noch nie einen soooo guten Cappucchino getrunken. Zumindest bilde ich mir das in diesem Moment ein. Im Anschluß schwingen wir uns alle noch einmal auf die Räder, um innerorts liegenden Supermarkt unsere Vorräte aufzufüllen. Einen Supermarkt hat unser Campingplatz auch, aber mit eingeschränkter Auswahl.

Den Abend lassen wir in der platzansässigen Pizzeria ausklingen.

Im Wohnmobil gibt es noch eine Runde SKIP-BO (Kartenspiel) für alle.

21.30 Uhr wird das Licht ausgemacht. Morgen steht Kultur auf dem Programm (Popolonia).

Zitat des Tages: „Ein Mistkäfer heißt nur deshalb Mistkäfer, weil er so viele Fehler macht!“ N. 7 Jahre